2013 SPEED Weekend Tirol


Eigentlich hatten wir 4 (Heike, Rita, Andreas und Ralf) kein besonderes Ziel. Wir wollten wie 2012 ein paar Pässe mit unseren Autos genießen und einige schöne Tage in den Alpen verbringen. Anfang 2013 haben wir uns dann auf einen Termin für die Urlaubsplanung geeinigt: Mitte September sollte es losgehen. Im Juni haben wir dann auf der Seven-IG-Homepage gesehen, dass im geplanten Zeitraum das Speed Weekend Tirol stattfinden soll. Obwohl wir bereits 2012 in der gleichen Ecke der Alpen unterwegs waren, haben wir uns sofort dazu entschlossen, uns anzumelden. Die Bilder, die von der Orga eingestellt wurden, haben ihre Wirkung nicht verfehlt! Am 12. September in strömendem Regen ging es los: Wir trafen uns im Pfälzer Wald, nahe der französischen Grenze. Unsere Anreise nach Tirol führte durch den Elsaß, den Schwarzwald, vorbei an Ravensburg, durch den Bregenzer Wald, über den Arlberg nach Imst. Nachdem wir unser Gepäck im Hotel Alpenblick im Imster Ortsteil Gunglgrün abgeladen hatten, fuhren wir zum vereinbarten Treffpunkt, dem Hotel Neuner. Hier hatten wir den ersten Kontakt zu den Organisatoren. Bei gutem Essen und netten (Benzin-) Gesprächen sollte der Abend schnell vergehen. Der Start zur ersten Ausfahrt am 13. September fiel buchstäblich ins Wasser. Bei starkem Regen fuhren wir um 9 Uhr am Fleischhof Imst los zur Freitagstour. Uns wäre nie in den Sinn gekommen, bei diesem Wetter offen zu fahren. 

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Doch die beiden Renault Spider und der (einzige) Super Seven taten genau das! Ob die drei dies in Ermangelung eines Daches machten oder nicht, war eigentlich egal, unsere Anerkennung hatten sie sich bereits verdient. Vielleicht deshalb wurde schon nach einigen Kilometern der Regen weniger und im Unterengadin / Schweiz suchte sich die Sonne ihren Weg durch die Wolken. Eine erste Pause in Zernez wurde zum Nachtanken genutzt. Kurz danach folgte der erste Höhepunkt: Der einspurige Tunnel in Richtung Livigno mit anschließender Fahrt über die hohe Staumauer und anschließendem Fotostopp.




Nach der Fahrt durch die zollfreie Zone Livigno folgte die tolle und rasante Strecke über den Passo d´Eira und den Passo di Foscagno zur Mittagspause ins Restaurant Blu Note im Valdidentro. Hier wurden wir bereits erwartet und mit einer Erfrischung ins Lokal geleitet. Der äußere Eindruck hat uns nicht getäuscht, die Qualität des Essens war hervorragend und von den Organisatoren gut gewählt.


Danach folgte der nach unserer Auffassung schönste Abschnitt des ganzen Wochenendes, das Stilfser Joch! Diesen Pass sind Heike und ich schon einige Male mit dem Motorrad gefahren, aber mit der Elise hat es uns bisher am meisten Spaß gemacht. Nicht nur das schöne Wetter, sondern vor allem die vor uns fahrenden Fahrzeugen mit einem satten Klang haben hierzu beigetragen.

Das Beschleunigen mit einem tollen Sound nach jeder Spitzkehre war schon etwas ganz Besonderes. Am höchsten Punkt angekommen, wurden die Autos auf den beiden unteren Parkplatzterrassen zum Fotoshooting mit Gruppenfoto geparkt. Die Fahrt bergab in Richtung Vinschgau mit ca. 1800 Höhenmeter und sehr vielen Spitzkehren ist immer wieder ein Erlebnis. Das hat auch das Nummernschild unseres Lotus gespürt. In einer der zahlreichen Kehren wurde der minimale Abstand zum Asphalt unterschritten. Glücklicherweise wurde es nur verbogen, die Halterung hatte keinen Schaden erlitten. Kurz vor dem Hotel Franzenshöhe mussten wir dann kurz stoppen, um das Nummernschild eines Markenkollegen einzusammeln, der den Verlust nicht bemerkt hatte. Vorbei am Rechenpass mit dem bekannten Kirchturm führte uns die Strecke über Nauders und Landeck nach Imst zum Abschluss des tollen Tages im Hotel Neuner.



Die zweite Tagesetappe startete ebenfalls um 9 Uhr am Fleischhof in Richtung Innsbruck. Vorher galt es jedoch, das Kühtai zu überqueren. Die Steigungsstrecke hinter Haiming im Inntal wird uns jedoch lange in Erinnerung bleiben. Da der relativ neue Asphaltbelage auch noch nass war, rutschte unser Lotus in einer engen Kehre über die Hinterräder beim Beschleunigen nach links. Nur mit Glück konnten wir einer Kollision mit einer Felswand entgehen. Die restlichen Kilometer über Sellrain, Kematen und Axams fuhren wir dann mit dem nötigen Respekt, bis die Straßen wieder trocken waren. Die erste Pause führte uns auf dem MC Donalds Parkplatz in Innsbruck. Hier hatten gleich mehrere Lotus ein Elektronikproblem! Etwas ähnlich hatten wir bereits zu Hause erlebt. Ein Störsender oder -signal brachte die Lotus Elektronik aus dem Takt. Glücklicherweise war keines der betroffenen Autos abgesperrt und nachdem wir die Autos ca. 20 Meter geschoben hatten, war die Elektronik wieder einsatzbereit.


Die weitere Fahrt führte uns durch das Inntal, bis links abgebogen wurde in Richtung Achensee. Für die Mittagspause war auf der Gramai-Alm reserviert. Die Mautstrecke zur Alm und die Umgebung der Alm selbst im Naturpark Karwendel ist wirklich besonders erwähnenswert. Die Autos wurden auf dem zentralen Parkplatz von den zahlreichen Besuchern der Alm genauestens inspiziert und auch abgelichtet. Die Rückfahrt nach Imst führte uns dann durch das Walchental, Mittenwald, Leutasch und Telfs. Die Strecke wurde etwas verkürzt, um den geplanten Zeitrahmen einigermaßen einhalten zu können. 


Das Abendessen und der Abschluss des Speed Weekend Tirol fand im Restaurant Oilers 69 in Haiming statt. Das Ambiente des Oilers 69 war auch bereits bei den früheren Treffen erste Wahl. Laute Motoren, feines Essen, Benzin- und Gummigeruch sind hier anzutreffen. Das Buffet mit Fleisch zum Grillen in Eigenregie wurde in einem zeltähnlichen Anbau aufgebaut. Zum Abschluss wurde im Restaurant lautstark und mit vielen Abgasen ein Truck - Motor gestartet, der Truck selbst dient hierbei als Theke. Sollte 2014 wieder ein Speed Weekend Tirol ausgerichtet werden, möchten wir gerne wieder teilnehmen. Ein Dank an dieser Stelle gilt der Organisation, die ein tolles Treffen ausgerichtet und schöne Strecken ausgewählt hat. Das Speed Weekend Tirol wird von den Organisatoren, die seit ca. 6 Jahren Lotus- bzw. Speedsterbesitzer sind, 2013 bereits zum 3.Mal ausgerichtet. Ca. 30 bis 40 Autos haben in der Regel teilgenommen. Die Teilnehmer selbst kommen aus Italien, der Schweiz, aus Österreich und aus Deutschland. Zentrum des Treffens ist seit Beginn der Veranstaltung das Hotel Neuner in Imst.



Der Film zum SPEED Weekend


Unser gemeinsamer Urlaub war jedoch hier noch nicht beendet: Es führte uns in die südöstliche Ecke Deutschlands, nach Schönau am Königssee. Wie auf der Anfahrt hatten wir auch hier Pech mit dem Wetter und haben die Schifffahrt auf dem See im Regen erlebt. Bei der Wanderung am darauf folgenden Tag durch die nahe Almbachklamm wurden wir jedoch verschont. Dies hat uns dazu animiert, die mautpflichtige Roßfeldstraße zu befahren. Nach der Mautstelle fuhren wir weiter und weiter in die Wolken hinein, und die Sicht wurde schnell schlechter. Die höchstgelegene Panoramastraße Deutschlands führt die Besucher unmittelbar in die einmalige, hochalpine Bergwelt des Berchtesgadener Landes. Leider konnten wir diese Werbung nicht nachvollziehen, denn die Sichtweite auf dem Scheitelpunkt reduzierte sich auf ca. 20 Meter! Die restliche Mautstrecke mussten wir so fast im Schritttempo abfahren. Und die hochalpine Bergwelt haben wir nicht gesehen! Bei der Fahrt in die Heimat hat es dann wiederum sehr stark geregnet, woran wir uns aber in den letzten Tagen gewöhnt hatten.